Schwangerschaft-betreuung
Ihre Schwangerschaft – Eine besondere Zeit, in besten Händen
Herzlichen Glückwunsch! Eine Schwangerschaft ist ein einzigartiger Lebensabschnitt, der von Freude und Vorfreude, aber auch von Fragen, Unsicherheiten oder Beschwerden begleitet sein kann. Wir sind da, um Sie in dieser besonderen Zeit vertrauensvoll zu begleiten – medizinisch kompetent, individuell und mit einem offenen Ohr für Ihre Anliegen.
Eine Schwangerschaft ist ein natürlicher und gesunder Prozess im weiblichen Lebenszyklus. Dennoch können bestehende Vorerkrankungen oder im Verlauf der Schwangerschaft auftretende Risiken, wie Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes, eine engmaschige Betreuung erforderlich machen. Eine regelmäßige frauenärztliche Vorsorge hilft, mögliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und bestmöglich zu behandeln – für Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes.
Dieser Leitfaden gibt Ihnen eine erste Orientierung auf Ihrem Weg durch die Schwangerschaft.
Wir stehen Ihnen mit moderner Medizin, einem erfahrenen Netzwerk und viel Einfühlungsvermögen zur Seite – für eine Schwangerschaft, in der Sie sich rundum gut aufgehoben fühlen.
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Die Untersuchungstermine finden zunächst alle 4 Wochen, im letzten Drittel der Schwangerschaft alle 2 Wochen statt. Dabei wird regelmäßig Blutdruck gemessen, Gewichtskontrolle und Urinuntersuchung durchgeführt und es finden meist gynäkologische Untersuchungen statt. Ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft wird zusätzlich jedes Mal ein CTG (Cardiotokographie: Ableitung der kindlichen Herztöne) durchgeführt
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Zu Beginn werden Blutgruppenbestimmung mit Rhesusbestimmung, Antikörpersuchtest (Wiederholung in der 24.-28. SSW), Röteln-Antikörpertiter, Luessuchtest, HIV-Test (wahlweise) durchgeführt. Ergänzt werden diese durch einen Blutzuckerbelastungstest (mit 50g Glucoselösung) ab der 25. SSW zum Ausschluss eines Schwangerschaftsdiabetes.
Ab der 32. SSW wird eine Blutentnahme zum Ausschluss einer Hepatitis B durchgeführt.ion text goes here -
Es sind 3 Ulraschalluntersuchungen vorgesehen:
9. - 12. SSW (Feststellung Schwangerschaftsalter, Ausschluss früher Fehlbildungen)
19. – 22. SSW (erweiterter Organultraschall, Geschlechtsbestimmung)
28. - 32. SSW (Kontrolle des kindlichen Wachstums, Fruchtwasser, Plazenta)
Weitere Ultraschalluntersuchungen sind selbstverständlich privatärztlich möglich
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Die fetale Dopplersonographie ist eine Methode der erweiterten Pränatladiagnostik bei der mit dem Ultraschall Blutflüsse in mütterlichen und kindlichen Gefäßen gemessen werden. Diese Untersuchung gibt sehr genaue Auskunft über den Versorgungszustand des Kindes und wird ergänzend zum klassischen Ultraschall bei besonderen Risikokonstellationen (z.B. mütterlicher Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetis u.a), sowie bei bestimmten Fragestellungen (z.B. ist das Baby ausreichend über die Plazenta versorgt?) eingesetzt.
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Wenn Sie im Laufe Ihrer Schwangerschaft per Blutentnahme eine genetische Testung des Erbgutes ihres Baby durchführen lassen möchten (Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien), haben Sie hierfür Anspruch auf ein Beratungsgespräch ((Beratung nach Gendiagnostikgesetz). Dies gilt desweiteren auch für die genetische Bestimmung des kindlichen Blutgruppenmerkmals Rhesusfaktor für alle werdenden Mütter mit dem dem Blutgruppenmerkmal Rhesus negativ.
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Eine Infektion mit Toxoplasmen ist für gesunde Erwachsene meist nicht gefährlich, eine Infektion in der Schwangerschaft kann jedoch mit schweren Schädigungen beim Kind verbunden sein. Eine Bestimmung der Immunität hilft das persönliche Risiko hierfür abzuschätzen. Bei Eintritt einer Toxoplasmoseinfektion in der Schwangerschaft kann das Kind (rechtzeitig erkannt) medikamentös behandelt werden.
Sollten Sie keine Immunität gegen Toxoplasmose besitzen:Meiden Sie rohe Lebensmittel, Fisch und Fleisch gut garen,
Speisen mit rohen Eiern meiden,
Obst und Gemüse gründlich waschen bzw kochen
Meiden Sie Kontakt mit (kleinen) Katzen, das Katzenklo sollte nicht mehr von Ihnen gereinigt werden.
Zytomegalieviren gehören zur Gruppe der Herpesvirenn und sind ebenfalls für gesunde Erwachsene nicht gefährlich. In der Schwangerschaft kann eine Infektion mit Zytomegalieviren schwere Erkrankungen beim Baby hervorrufen. Die Kenntnis der eigenen Immunität ist also sehr wichtig, um sich selber adäquat schützen zu können.
Für den Fall, dass Sie keine Immunität besitzen, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
Sorgfältige Händereinigung nach dem Windelwechseln von Geschwisterkindern, aber auch sorgfältige Hygiene bei Kontakt mit anderen Körperflüssigkeiten (Tränen, Speichel etc).
Besteck, Schnuller usw. sollten in der Schwangerschaft nicht gemeinsam benutzt werden.
Angehörige bestimmter Berufsgruppen (z.B. Kinderkrankenschwestern) erhalten ein Beschäftigungsverbot für die Zeit der Schwangerschaft, wenn sie keine CMV-Immunität besitzen.
Ringelröteln werden durch Parvoviren übertragen (nicht zu verwechseln mit den klassischen Röteln). Diese sind für gesunde Erwachsene ebenfalls meist ungefährlich, können beim Kind aber schwere Erkrankungen hervorrufen. Die Kenntnis der eigenen Immunität ist wichtig, um sich und das Baby adäqat zu schützen.
Sollten Sie keine Immunität gegen Parvoviren besitzen, beachten Sie bitte folgende Vorsichtsmaßnahmen:
Informieren Sie Kindergärten und die Grundschullehrerin über ihre Schwangerschaft und bitten um umgehende Information, sollten dort Ringelröteln auftreten.
Die Ansteckungsgefahr (z.B.für Ihr Kindergarten- oder Grundschulkind) ist bereits vorhanden, bevor erste Symptome eines Ringelrötelnfalls auftreten!
Wichtig ist auch hier, auf eine sorgfältige Händehygiene zu achten.
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Streptokokken sind Bakterien, die nicht selten unbemerkt Schleimhäute im Körper besiedeln (z.B. im Rachenraum) ohne Krankheitssymptome hervorzurufen. Es gibt auch eine vaginale Streptokokkenbesiedlung, die durchaus ohne Symptome vorliegen kann. Eine Infektion des Babys unter der Geburt kann jedoch zu schweren Verläufen einer Streptokokkeninfektion beim Neugeborenen führen. Frauen, bei denen der Streptokokkentest positiv ausfällt, erhalten unter der Geburt ein Anbtibiotikum, um eine Infektion des Kindes zu verhindern.